Krebsvorsorge ist auch ein Fall für den ZahnarztMit deutlicher Kritik reagieren die Zahnmediziner Dr. Hans-Dieter John und Marcel Chanteaux auf eine aktuelle Studie der Universität Oxford. „Die dortigen Forscher empfehlen vorsorglich täglich eine Aspirin und wecken die Hoffnung auf ein Allheilmittel gegen Krebs“, erklären die Mediziner. „Davon raten wir dringend ab.“ Aspirin habe sicher viele positive Eigenschaften, aber ein Wundermittel sei es keinesfalls. Aspirin habe nicht nur zahlreiche Nebenwirkungen bis hin zu gefährlichen Magenblutung. „Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure, auch bekannt als ASS, wirkt auch nur bei etwa 25 bis 30 Prozent aller Menschen krebsvorbeugend“, weiß Dr. Hans-Dieter John. Gerade bei gefährlichen Erkrankungen wie Krebs könnten Behandlung und Prävention nicht auf ein Mittel reduziert werden. „Auch die Zahnmedizin spielt in der Krebsvorsorge mittlerweile eine große Rolle“, erklären Dr. Hans-Dieter John und Dr. Marcel Chanteaux. So sei nachgewiesen, dass es eine direkte Beteiligung von chronischen Zahnfleischentzündungen und Reaktionen des Immunsystems an der Entstehung von Krebs gebe. Und die tägliche Gabe von Aspirin könne aber gerade auch auf den Entzündungsprozess negative Auswirkungen haben. „Eine Entzündung ist zunächst eine gesunde Reaktion eines gesunden Organismus. Durch die Einnahme von ASS wird die Entzündung zwar unterdrückt und die Symptome lassen nach. Die Ursachen werden aber nicht beseitigt“, warnen die Zahnmediziner zum Beispiel vor einer verschleppten Zahnfleischentzündung. Unterschwellig setzte sich der Entzündungsprozess fort, werde chronisch und in der Folge würden Zahnfleisch, Zahn und Kieferknochen stark beschädigt oder zerstört. „Die chronische Entzündung wiederum verursache als Spätfolge tumorfördernde Prostaglandine und auch den Entzündungsstoff aMMP-8. Dieser führe zu Herzinfarkten, Schlaganfällen, Frühgeburten und ist ebenfalls an der Entstehung von Krebs beteiligt“, betont Dr. Hans-Dieter John. „Ganz wichtig ist es daher, solche Entzündungsherde im Mundraum frühzeitig zu lokalisieren und vor allem mit erwiesenermaßen erfolgreichen Methoden zu behandeln“, betont Dr. Hans-Dieter John. In der Praxis John + Chanteaux setze man deshalb auf einen neuartigen Frühtest. Mit einer Mundspülung könne der Entzündungsstoff aMMP-8 sofort und sicher nachgewiesen werden. Sind diese Stoffe vorhanden, kann mit dem spezielleren aMMP-8-Test auch der Entzündungsherd exakt lokalisiert werden. „Die anschließende professionelle Behandlung stoppt den Entzündungsprozess und somit auch die Produktion des gefährlichen aMMP-8.“ Eine ähnlich entzündungshemmende Wirkung wie Aspirin haben beispielsweise indischer Weihrauch und Kurkuma – und das ohne Nebenwirkungen wie Magenblutungen oder -geschwüre. Beim Patienten muss allerdings auch die Bereitschaft da sein, ganz gezielt die Ursache zu beseitigen. „Denn um ein Feuer zu löschen, muss ich auch nicht gleich den ganzen Wald fällen“, so die beiden Zahnmediziner.
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