Mit gesunden Zähnen das Krebsrisiko senken

An der Entstehung von Krebs sind viele Prozesse beteiligt. Insofern ist für uns ein ganzheitlicher Ansatz die beste Möglichkeit, einer Krebserkrankung vorzubeugen. Und auch die Zahnmedizin hat nach unserer Ansicht und in unserer Praxis dabei eine wichtige Aufgabe.

Im Detail bedeutet das:

Es wurde mittlerweile nachgewiesen, dass es eine direkte Beteiligung von chronischen Zahnfleischentzündungen und Reaktionen des Immunsystems an der Entstehung von Krebs gibt. Eine unbehandelte Zahnfleischentzündung wird zwangsläufig chronisch und entwickelt sich zur Parodontitis. Zahn und Kieferknochen können stark beschädigt oder zerstört werden. Die chronische Entzündung verursacht zudem als Spätfolge tumorfördernde Prostaglandine und auch den Entzündungsstoff aMMP-8.

Ganz wichtig ist es daher, solche Entzündungsherde im Mundraum frühzeitig zu lokalisieren und vor allem mit erwiesenermaßen erfolgreichen Methoden zu behandeln. In unserer Praxis hilft beim frühzeitigen Aufspüren von Entzündungen der aMMP-8-Test.Die anschließende professionelle Behandlung stoppt den Entzündungsprozess und somit auch die Produktion der gefährlichen Stoffe.Die Vorbeugung und Beseitigung von chronischen Zahnfleischentzündungen ist nach heutigem Kenntnisstand nicht mehr nur eine zahnmedizinische Behandlung, sondern auch ein wichtiger Bestandteil der allgemeinen Vorsorgeuntersuchung. Um dem komplexen Wirkgeflecht bei der Krebsvorsorge und -behandlung gerecht zu werden, kooperieren wir auch mit niedergelassenen Ärzten aller Fachrichtungen.

Sehr kritisch sehen wir so auch eine jüngere Studie der Universität Oxford. Die dortigen Forscher empfehlen vorsorglich täglich ein Aspirin und wecken die Hoffnung auf ein Allheilmittel gegen Krebs. Davon raten wir ab. Aspirin hat nicht nur zahlreiche Nebenwirkungen bis hin zu gefährlichen Magenblutung. Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure, auch bekannt als ASS, wirkt nur bei etwa 25 bis 30 Prozent aller Menschen. Gerade bei gefährlichen Erkrankungen wie Krebs können Behandlung und Prävention nicht auf ein Mittel reduziert werden.

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