Was hat Zahnfleischentzündung mit Alzheimer zu tun?

Mediziner erforschen weitere Zusammenhänge zwischen Alzheimer und „stillen Entzündungen“ im Körper. Diese ließen sich bei einer aktuellen Studie bei allen späteren Alzheimer-Erkrankten sehr früh nachweisen. Zu ihnen gehört insbesondere die folgenschwere Zahnfleischentzündung (Parodontitis), die zugleich eine Gefahr für Zähne und Implantate darstellt.

Wenn die gesunde Mundflora durcheinander kommt, schädigen Bakterien das Zahnfleisch. Manchmal haben Patienten Zahnfleischbluten, Mundgeruch oder Zahnfleischschwund. „Viel gefährlicher sind jedoch die unsichtbaren Folgen dieser stillen Entzündungen: Es entstehen so genannte Entzündungsstoffe, die auch in die Blutbahn gelangen“, erläutert Zahnarzt Dr. Hans-Dieter John.

„Auch im Gehirn können sich schädliche Stoffwechselprodukte ablagern, die mit Alzheimer in Verbindung gebracht werden“, weiß Zahnarzt Dr. Hans-Dieter John aus Forschungsergebnissen von Neurologen.

Wie lässt sich das Erkrankungsrisiko senken? „Am Anfang steht ein Test, ob der wichtige Entzündungsstoff aMMP-8 im Körper nachweisbar ist. Das ist kein simpler Bakterientest, sondern ein exakter Nachweis über die Höhe des Entzündungsstoffs im Mund.“ Je nach Befund folgt eine Behandlung des Zahnfleischs und besonders der tiefen Zahnfleischtaschen. „Das ist ein Fall für spezialisierte Parodontologen, denn es werden regelmäßige Kontrollen, manchmal auch Nachbehandlungen erforderlich.“

Wer die Behandlung konsequent angeht, profitiert vielfältig. „Wer stille Entzündungen behandeln lässt, hat auch ein deutlich geringeres Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko“, so Dr. Hans-Dieter John. „Auch die Gefahr, Zähne und Implantate zu verlieren sinkt. Eine Parodontitis-Behandlung hat viele gute Aspekte.“

Vortrag: „Stille Entzündungen behandeln, Gesundheitsrisiken senken.
So umfassend nutzen Messung, Therapie & persönliche Präventionsplanung.“

Mittwoch, 20. November um 18.00 Uhr im Leonardo Royal Hotel, Graf-Adolf-Platz 8-10, 40213 Düsseldorf.

Anmeldung unter 0211/866 00 22.